Von Cornelia Rother, 2011

Georges Jules Victor Clairin (1843-1919) Haremsdame


Gemälde und Bildnisse orientalischer Tänzerinnen und Musikerinnen zeigen häufig vor allem eins: europäische Phantasien über den verheißungsvollen, erotischen Orient.

Spätestens seit Napoleons Ägyptenfeldzug (auch "Ägyptische Expedition") von 1789 bis 1801, avancierte das orientalische Sujet in Europa zur großen Mode, und gipfelte förmlich in eine "Orientmanie". Wer es sich leisten konnte sammelte ägyptische Artefakte.

Es war en vouge eine Mumie sein eigen zu nennen - und nicht unüblich die Gebeine zu pulverisieren und als Gesundheitssud zu trinken. Ende des 19. Jahrhunderts gab es alles im orientalischen Stil, von der Bekleidung, über Geschirr bis hin zu Tapeten. Und natürlich Gemälde.

Eine Reisewelle in den Orient setzte ein. Und die, die es sich nicht leisten konnten hörten begierig die Reisebeschreibungen, oder erträumten sich ihren eigenen baklavasüßen Orient. Darunter auch etliche Maler.

In der Gemäldegalerie finden Sie eine Auswahl ihrer Werke zum Thema orientalische Tänzerin, Musikerin und das Harem.

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