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Shafiqa Al-Qibtiyya
Shafiqa wurde 1851 in Kairo im Vorort Shobra geboren. Ihre koptische Familie war arm und konservativ. Ihre Eltern starben, als sie noch sehr jung war. Mit 12 heiratete sie und zog zu ihrem Ehemann. Auch bei ihm lebte sie unter ärmlichen Umständen.
Shafiqa versuchte ein wenig Geld über den Tanz hinzuzuverdienen. Man sah sie auf großen Straßenfesten, Jahrmärkten und dergleichen. Dabei profitierte sie vom Ruhm und Bekanntheitsgrad ihrer Lehrerin „Shooq“, der ersten bekannten, professionellen Orientaltänzerin in Ägypten. Nach deren Tod trat Shafiqa in ihre Fußstapfen.
Shafiqa wurde sehr bekannt und als die goldenen Jahre des orientalischen Tanzes in den 20er Jahren in Ägypten anbrachen, war sie schon eine bekannte und erfahrene Tänzerin. Sie betrieb ein eigenes ägyptisches Cabaret unter dem Namen "Alf Leyla" (auch "1001 night" - Club). Leider wurde sie in dieser Zeit kokainabhängig.
Angeblich war sie die erste Tänzerin, die einen "Raks Shamadan", also einen Tanz mit einem Leuchter, zeigte. Damals noch ohne Kopfband (ein normaler Leuchter eben) und deutlich schwerer als die Modelle, die heutzutage genutzt werden.
Shafiqa starb mittellos im Jahre 1926. |